Mediation


Was ist Mediation

Mediation ist ein Verfahren, in dem Konflikte zwischen zwei oder auch mehreren Parteien mit Hilfe eines neutralen Dritten (Mediator) gelöst werden. Die Parteien (auch Medianten genannt) bestimmen selber, über welche Konfliktthemen sie sprechen wollen. Ebenso werden Lösungsideen von den Medianten selbst entwickelt.

Als Mediatorin bin ich im gesamten Verfahren für die Einhaltung von gemeinsam vereinbarten Gesprächsregeln zuständig, helfe den Beteiligten, ihre eigene Position deutlich zu machen, sorge für ein Gleichgewicht zwischen den Parteien, unterstütze beim Verständnis für die Position der anderen Partei sowie bei der Entwicklung geeigneter Lösungsansätze.

Ziel der Mediation ist es, eine Lösung zu finden, die auf einer Verständigung der Konfliktparteien beruht und dies bedeutet sehr viel mehr als ein Kompromiss.

Voraussetzungen für eine Mediaton

Der Verlauf und vor allem das Ergebnis eines Mediationsverfahrens hängen wesentlich von der Bereitschaft der Konfliktparteien ab, sich ehrlich und konstruktiv auf das Mediationsverfahren einzulassen. Es geht nicht darum, verfestigte Positionen zu diskutieren, sondern darum, miteinander in einen konstruktiven Prozess zu treten. Dazu gehört es, dem anderen zuzuhören, seine Position genauso wie die eigene zu reflektieren und darauf aufbauend gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Die wesentliche Voraussetzung für ein gelingendes Mediationsverfahren liegt also maßgeblich in der konstruktiven Einstellung der Medianten.

Verlauf

Formal wird das Mediationsverfahren in fünf Phasen eingeteilt: Einleitung – Klärung der Sichtweise der Parteien – Konflikterhellung – Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten – Vereinbarung. Die Dauer der einzelnen Phasen kann sehr unterschiedlich sein.

Die einzelne Sitzung dauert in der Regel eine bis zwei Stunden und findet in meinem Büro oder als Online-Konferenz mittels Webmeeting-Software statt. Wie viele Sitzungen notwendig sind, um alle Aspekte eines Problems zu besprechen und zu einer als fair empfundenen Regelung zu kommen, hängt von den Parteien und den Fragestellungen ab.

Manchmal können wir ein Ergebnis oder ein Teilergebnis bereits mit einer Sitzung erreichen, manchmal werden mehrere Sitzungen benötigt.

Auch eine Einbeziehung weiterer beteiligter Personen und Kindern in das Mediationsverfahren ist möglich und manchmal auch sinnvoll. Über die Einbeziehung weiterer Personen entscheiden die Parteien.

Ergebnis

Das Ziel der Mediation ist die Lösung des Konfliktes durch konkrete Absprachen zwischen den Medianten.

Die Absprachen protokolliere ich schriftlich oder formuliere sie mit den Medianten gemeinsam als eine rechtsverbindliche Abschlussvereinbarung. Zusätzlich kann auch ein Notar eingeschaltet werden, der die Vereinbarung entsprechend notariell beurkundet.

Familienmediation

Gerade für Familien und Paare bietet Mediation eine große Chance.

Familienmediation kann helfen, Konflikte zwischen Partnern auszuräumen, bevor diese zu einer existenziellen Bedrohung für die Partnerschaft werden. Eine durch den Mediator gewährleistete gewaltfreie und annehmende Kommunikation im Rahmen des Verfahrens hilft, den Blick für die Gefühls- und Gedankenwelt des anderen (wieder) zu öffnen. Konflikte werden nicht als Konfrontation, sondern als Prozess erlebt, der am Ende zu einem neuen und besseren Verständnis füreinander und zu einer guten Lösung führen kann.

Auch andere Problemfelder innerhalb einer (Groß-) Familie können durch eine Mediation ausgeräumt werden, wie beispielsweise zwischen den verschiedenen Generationen, Herausforderung „Pubertät“, bei der Erziehung der Kinder oder im Umgang mit Finanzen.

Dabei ist das Ergebnis nicht nur die Lösung des Konfliktes, sondern auch das bessere Verständnis für die Position des anderen.

Durch meine jahrelange Erfahrungen mit Familien kann ich für den Mediationsverlauf sowie den Lösungsprozess viele Impulse geben, ohne die Beteiligten einzuengen.

Trennungs- und Scheidungsmediation

In der Trennungs- und Scheidungsmediation werden Konfliktthemen, die mit einer Trennung einhergehen, aufgegriffen. Dies können Fragen bezüglich der elterlichen Sorge gemeinsamer Kinder, der Auflösung des gemeinsamen Haushaltes, finanzieller Belange sowie zu allen anderen relevanten Themen sein.

Anders als bei einer gerichtlichen Entscheidung gehen die Parteien aus dem Mediationsverfahren nicht als Sieger und Verlierer hervor, sondern gleichermaßen als Gewinner auf Augenhöhe mit einer Lösung, die auf ihre spezifischen Voraussetzungen ausgerichtet ist und damit gut passt und umsetzbar ist.

Vor allem bei gemeinsamen Kindern schafft ein erfolgreicher Mediationsprozess Vertrauen und damit die Grundlage für eine gemeinsame Elternschaft auch nach der Trennung. Denn Eltern bleiben ja über ihre gemeinsamen Kinder ein Leben lang miteinander verbunden.

Nicht zuletzt spart Mediation eine Menge Geld, welches ansonsten in teilweise langwierigen Gerichtsverfahren für Anwälte oder Gutachter aufgebracht werden muss.

Erbschaftsmediation

Mit der Erbschaftsmediation werden Fragen rund um eine Erbschaftsangelegenheit geregelt. So können von Erblassern präventiv einvernehmliche Konzepte erarbeitet werden, wie mit dem Erbe zu verfahren ist. Das kann helfen, langwierige Erbschaftsstreitigkeiten bereits im Vorfeld zu vermeiden.

Sie kann aber auch von Erben und Erbengemeinschaften eingesetzt werden, die in Bezug auf den Umgang mit dem Erbe eine einvernehmliche Lösung suchen. Im Rahmen der Mediation können Verteilungsmodalitäten ausgearbeitet werden, die die Interessen aller Beteiligten berücksichtigen.

Während nach gerichtlichen Erbauseinandersetzungen mit zeit- und kostenintensiven Prozessen sich die Parteien oftmals unversöhnlich gegenüber stehen, ist das Ergebnis eines Mediationsverfahrens eine einvernehmliche Lösung, die allen Interessen berücksichtigt und von allen als fair empfunden wird. Gerade in familiären Gefügen, in denen man sich auch zukünftig noch begegnen und in die Augen sehen möchte, ist dies ein wesentlicher Vorteil.

Und auch wenn die Bewältigung von familiären Konflikten nicht im Zentrum des Mediationsverfahrens steht, so werden diese im Rahmen des Verfahrens ebenfalls oftmals aufgedeckt und können geklärt werden.

Nicht zuletzt stellt Mediation im Vergleich zu einer gerichtlichen Klärung von Erbschaftsstreitereien eine finanziell günstigere und deutlich schnellere Alternative dar.

Online-Mediation

Mediation kann auch mittels Webmeeting-Software als Online-Mediation durchgeführt werden. Neben den grundsätzlichen Vorzügen von Online-Zusammenarbeit wie Zeit- und Geldersparnis oder der Umweltschutz spricht in manchen Konstellation ein weiterer Aspekt für die Wahl einer Online-Mediation: Die Parteien befinden sich physisch an zwei verschiedenen Orten. Eine direkte Konfrontation oder heikle Situationen können so vermieden werden. Gerade in emotionalen Konflikten ist es manchen Menschen im Schutz der eigenen privaten Gesprächssituation eher möglich, an einer Mediation teilzunehmen.


Dr. Uta Strewe
Familienmediation und Erbschaftsmediation in Satrup, Region Schleswig-Flensburg

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